ESG: Auf der Welle der Renovierung in Richtung Nachhaltigkeit

 Nachhaltigkeit, Energie und Klimawandel sind einige der wichtigsten Themen, die nicht nur zunehmend zum Hauptthema vieler branchenübergreifender Debatten werden, sondern auch zur Entwicklung wirksamer Strategien führen. Aber was genau bedeutet Nachhaltigkeit? Während wir in der Alltagssprache den Begriff in erster Linie mit Langlebigkeit und Umweltschutz verbinden, bezieht sich "nachhaltige Entwicklung" auf eine intakte Umwelt, die Erhaltung der biologischen Vielfalt, einen geringen Ressourcenverbrauch, eine hohe Lebensqualität für die Menschen und vor allem eine Verringerung in CO2-Emissionen. Im Bereich des Wertpapierhandels wird der Begriff „nachhaltige Kapitalanlage“ zusammen mit den ESG-Kriterien immer häufiger verwendet. Aber was genau sind die sogenannten ESG-Kriterien und was sagen sie? Und in welcher Beziehung stehen sie zur Nachhaltigkeit? 

 

Wie kann man die "Renovierungswelle" für ein besseres Morgen meistern?  

Ende 2020 hat die Europäische Kommission im Rahmen einer "Renovierungswelle" ihre ehrgeizigen Vorschläge vorgestellt, die deutlich machen, wie wichtig es ist, Nachhaltigkeitslücken in bestehenden Gebäuden dringend zu schließen. Die Europäische Kommission berichtete auch über einige sehr wichtige Fakten: 

  • 85% der Gebäude in der EU wurden vor über 20 Jahren gebaut, und 85-95% werden  voraussichtlich noch im Jahr 2050 stehen. 
     
  • Bis 2030 könnten 35 Millionen Gebäude renoviert und bis zu 160.000 zusätzliche  Arbeitsplätze geschaffen werden. 

  • Die Europäische Kommission strebt an, die Renovierungsraten in den nächsten zehn  Jahren mindestens zu verdoppeln.

 Die EU-Strategie für die Renovierungswelle zielt darauf ab, die Renovierungsprozesse in den nächsten zehn Jahren zu beschleunigen und damit die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern. Dies wird voraussichtlich zu einer Verringerung der CO2-Emissionen, einer beschleunigten wirtschaftlichen Erholung von COVID-19, der Schaffung von Arbeitsplätzen und einer effizienteren Nutzung der Energieressourcen führen. Um die beabsichtigten Ergebnisse zu erzielen, müssen sogenannte ESG-Standards eingehalten werden. 

Zu den ESG-Kriterien gehören Immobilien, die ein Unternehmen oder eine Investition erfüllen muss, um als nachhaltig eingestuft zu werden. Kurz gesagt bedeutet Nachhaltigkeit, dass die natürlichen Ressourcen der Welt sorgfältig genutzt werden und dass Umweltschutz und Menschenrechte respektiert werden. Auch die neue Verordnung der EU, die am 10. März 2021 in Kraft trat und die Offenlegung von Nachhaltigkeitsanstrengungen fordert, übt erneut Druck auf große Unternehmen und Kapitalinvestoren aus. Dementsprechend ist ESG eine Abkürzung für die drei Begriffe Umwelt, Soziales und Governance. Aber in welcher Beziehung stehen diese Begriffe zueinander, wie decken sie den Aspekt der Nachhaltigkeit ab? 

 
Der Umweltaspekt betrifft hauptsächlich den Schutz der Umwelt und des Klimas durch Strategien gegen den Klimawandel und die Minimierung des CO2-Fußabdrucks. Dies wird beispielsweise durch energieeffizientes Gebäudemanagement, sorgfältiges / umsichtiges Wassermanagement, Abwasserentsorgung und kurze Lieferwege erreicht. 
 
Der soziale Bereich befasst sich hauptsächlich mit der Menschenwürde und den Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer. Dies beinhaltet zum Beispiel die Schaffung eines fairen Arbeitsplatzes oder Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit. 
 

Kriterien für eine nachhaltige Regierungsführung (Unternehmensführung) sind beispielsweise die Einführung von Kontrollgremien (z. B. Aufsichtsrat), gezielte Maßnahmen gegen Korruption oder Vielfalt und Chancengleichheit. 

 

Nachhaltigkeit als Megatrend in der Immobilienbranche 

Nachhaltigkeit bezogen auf das Klima ist sehr relevant für die Immobilienbranche. Aufgrund des hohen Energieverbrauchs und der starken Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas sind Immobilien ein Schlüsselelement für die Umsetzung einer nachhaltigeren Energieversorgung. Gebäude stehen daher unter großem Dekarbonisierungsdruck. Sie müssen ihre CO2-Emissionen gegenüber 1990 um mehr als 80 Prozent senken, da sie 1/3 der globalen CO2-Emissionen ausmachen. Während der COVID-19-Pandemie hat sich auch gezeigt, dass Nachhaltigkeitsprobleme trotz der Unsicherheiten immer wichtiger werden. Ziel von Politik und Gesellschaft ist es daher, Hilfsmaßnahmen für Unternehmen mit Bedingungen für nachhaltiges Handeln und wirtschaftliches Handeln zu verknüpfen. Auf diese Weise kann COVID-19 zu einem Katalysator für ESG in der Immobilienbranche werden. Bei Immobilien sind auch Themen wie eine effiziente Abwassernutzung und der Hochwasserschutz wichtig. Bei Neubauten wird beim Bau des Gebäudes auf Energieeffizienz geachtet. Dafür gibt es in der PropTech-Branche bereits viele intelligente Technologien. 

 

 

Sensorberg legt besonderen Wert auf Nachhaltigkeit 

Sensorberg implementiert entsprechend dem Trend und der dringenden Notwendigkeit ebenfalls nachhaltige Prozesse und Ansätze, um neue sowie auch bestehende/ältere Gebäude gemäß unserer Vision klimaneutral zu gestalten. Denn auch uns ist bewusst, Nachhaltigkeit ist keine Option oder Prestige sondern eine unausweichliche PflichtAus diesem Grund haben wir ebenfalls einen Head of Sustainability bei Sensorberg platziert, um dieses Thema mit besonderem Augenmerk zu fokussieren sowie das Thema Nachhaltigkeit in diversen Unternehmensstrategien für das Jahr 2021 berücksichtigt.  

Bisher gibt es bereits zahlreiche intelligente Technologien, mit denen wir die ESG-Kriterien umsetzen können. Und es kommen noch viele weitere! Schauen wir gespannt in eine bessere Zukunft mit effizienten Ideen!  Welche Technologien und Lösungen Sensorberg genau entwickelt hat, um die ESG-Kriterien zu sichern, erfahrt ihr in unserem nächsten Blogpost, also seid gespannt!