Smart Building: Gehen Komfort und Sicherheit Hand in Hand?

„Einst lebten wir auf dem Land, dann in Städten und von jetzt an im Netz.“

-Mark Zuckerberg

 

Innerhalb der sich rasant entwickelnden Technologie und Innovation nutzen viele Smart Building Lösungen ständige Verbindungen in die Cloud, um dem Nutzer das bestmögliche Erlebnis zu bieten und das System auf dem neuesten Stand zu halten. Leider wird die Freude vieler Nutzer dann gedämpft, wenn ein Teil des Systems während eines Internetausfalls nicht mehr funktioniert oder – im schlimmsten Falle – das ganze System ausfällt. Unter solchen Umständen fragt man sich ob und wie dieses Horrorszenario verhindert werden kann.

 

Von unpraktisch bis desaströs

Das Internet fällt aus. Für die meisten Leute eine nicht allzu schlimme Situation: Man kann keine WhatsApp mehr empfangen und die aktuellen Nachrichten kommen nicht mehr aufs Handy. Was aber, wenn man in digitalisierten Gebäuden lebt und arbeitet und somit stark vom Internet abhängt? Der Großteil der privaten Nutzer kann erst einmal beruhigt aufatmen. Möglicherweise lässt sich zwar das Licht nicht mehr per Handy kontrollieren, allerdings kommt man noch ohne Probleme hinein und hinaus, da das Smart Home System nachträglich installiert wurde und viele Funktionen nicht zwingend davon abhängen. Wie sieht es allerdings aus, wenn es auch intelligente Zutrittskontrollen gibt und sich einige Elemente, wie die Heizung, nur über das Handy steuern lassen? Welchen Einfluss hat das auf die Sicherheit? Braucht man einen Plan B und welche Rolle spielt er? Wir betrachten nun einige Szenarien genauer, beschäftigen uns mit möglichen Konsequenzen und guten sowie weniger sinnvollen Lösungen.

 

Achten Smart Building Lösungen tatsächlich auf Sicherheit?

Bevor wir zu den guten Nachrichten kommen, gibt es erst noch ein paar schlechte. 😉

Vor nicht allzu langer Zeit, im März 2019, hatten Nutzer von Nest Probleme mit der Zugangskontrolle, als ein Google Server ausfiel. Damals streikte das Smart Home Kit und sperrte Leute aus ihren eigenen Häusern aus. Noch ein Cloud-basiertes Desaster lässt sich beim recht neuen Fall Nello One betrachten. Nello One, das mithilfe der Cloud online arbeitet und auch mit einer Gegensprechanlage verbunden war, war fehlerhaft konfiguriert, weshalb es die Haustür öffnen konnte, wenn sich jemand dem Gebäude näherte und die eigene Klingel auf der Klingelanlage drückte. Wie man sehen kann, sind Lösungen, die auf die Cloud setzen nicht komplett sicher. In Nellos Fall mussten die Nutzer leider den digitalen Türöffner demontieren, um ihre Sicherheit und die der Wohnung zu schützen. In den eigenen Augen kann man sehen, dass der Komfort, den Nello versprochen hat, eine Illusion wurde und somit das Sicherheitsrisiko Realität.

Ein weiteres Beispiel für den Ausfall von digitaler Gebäudetechnik ist, als Ende 2018 beim Smart-Thermostat-Anbieter Netatmo die Server ausgefallen sind, sodass sich die Heizungen der Nutzer nicht mehr per App kontrollieren ließen. Es gab zwar eine Funktion, mit der man die Thermostate auch offline steuern ließen, diese war jedoch so unbekannt, dass zahlreiche Menschen in der Kälte saßen. Deshalb ist es für Betreiber von Smart Space Systemen essenziell darauf zu achten, dass eine Offlinefunktion möglich ist. Gerade bei großen intelligenten Büroräumen kann ein Ausfall für viele Mieter fatale Folgen haben, aber auch für Privatkunden wäre so eine Situation oft mehr als ärgerlich.

 

Leider ist nicht alles Gold, was glänzt. Das gilt auch für smarte Gebäude-Lösungen. Daher ist es wichtig, dass jede intelligente Lösung einen Plan B für das Worst-Case-Szenario parat hat. Viele fragen sich, ob es möglich ist die Vorteile von Smart Technology zu genießen, ohne sich vor dem Sicherheitsaspekt zu fürchten. Unsere Antwort: Ja, es geht und wir verraten sogar wie!

 

Offline-Fähigkeit als Gegenmittel

Um einen Internetausfall ohne Probleme überstehen zu können setzt Sensorberg auf ein ausfallsicheres dreifach-offline System. Das Handy kommuniziert über Bluetooth oder NFC mit unserem ganzen Portfolio an Zutrittskontrollhardware. Einige davon (z.B. Access Hub, Multiplexer oder Kontrolleinheiten) haben sogar die notwendigen Daten gespeichert und brauchen nur Internet, falls neue Zugriffsrechte vergeben werden. Zu guter Letzt baut die Sensorberg Architektur nicht nur auf die Cloud, sondern auch auf eine Bridge, welche die Geräte für die Zutrittskontrolle steuert, diese auf sicherem Wege zu einer weiteren Infrastruktur verbindet und als Backup bei einem Internetausfall funktioniert. Das ist der beste Weg um eine Ausfallsichere und geschützte Gebäudedigitalisierung zu ermöglichen.